Im Januar fand die alljährliche Berlin Fashion Week statt. Während die Ökomode früher nur auf parallelen und quasi eigenständigen Nebenveranstaltungen präsent war, fanden die Eco-Showrooms dieses Jahr ganz offiziell im Rahmen der Berlin Fashion Week statt.
Das ist ein bemerkenswerter Schritt. Früher spielte die Ökomode nur eine Nebenrolle. Erst in den letzten Jahren fanden die ökologische, aber auch die faire Herstellung in der Modewelt eine breitere Beachtung. Meist waren und sind es auch heute noch kleine, unabhängige und junge Designer, die Ökomode und Fairtrade mit ihren Entwürfen verbinden. Nur langsam öffnen sich die großen Marken und bekannten Designer der Nachfrage nach Eco Fashion.
Jetzt sind die jungen Eco Fashion Designer also auch ganz offiziell in der Modewelt der Berlin Fashion Week angekommen. Im
Eco-Showroom präsentierten 15 Designerinnen und Designer ihre Konzepte und Entwürfe einer breiten Öffentlichkeit. Denn wie in den vergangenen Jahren auch, waren die Eco-Showrooms für die Besucher frei zugänglich. Open Space statt geschlossener Gesellschaft.
Der Hauptfokus der Eco Fashion liegt nach wie vor neben der Nachhaltigkeit auf dem Gedanken der Exklusivität. Das ist einem einfach praktischen Grund geschuldet: Natürlich sind Ökomode und Eco Fashion teurer als konventionell hergestellte Mode. Im Mainstream mit seiner Immer-Billiger-Mentalität und dementsprechend schmalen Margen lassen sich die höheren Kosten nicht unterbringen. Deshalb muss der Weg über Marken und ihre Exklusivität gehen.
Auf der Berlin Fashion Week zeigten manche Designer aber auch, dass Eco Fashion durchaus sowohl schick und stylisch als auch bezahlbar sein kann. So präsentierte das erste österreichische Ökomode und Fairtrade Label „GÖTTIN DES GLÜCKS“ erstaunlich günstige Stücke, die sich sehen lassen können. Die Mode der „GÖTTIN“ kommt in erfrischend-prägnanten Farben und innovativen Schnitten daher, bleibt dabei aber tragbar. Es finden sich sowohl Stücke für den Alltag, als auch für die Party oder einen Ball. Und dabei bleibt die Eco Fashion preislich völlig im Rahmen: Die meisten Kleider kosten um die 80 Euro.
Man kann nur hoffen, dass der Trend zur Eco Fashion weiterhin stark bleibt und auch in andere Messen und Fashion Events zu seinem Recht kommt. Die Berlin Fashion Week hat jedenfalls die richtige Entscheidung getroffen, indem sie die Eco Showrooms miteinbezog und trägt damit dazu bei, das Eco Fashion endlich vollends salonfähig wird.
