
Der Wilde Westen und seine Cowboys – ein Mythos, aber auch gleichzeitig ein immer noch lebendiger Inbegriff für grenzenlose Freiheit, Selbstbestimmtheit und Abenteuer. Doch woher kommt dieser Mythos überhaupt? In der amerikanischen Pionierzeit zog es viele in Richtung Westen – dort gab es grenzenlose Weiten, keine Gesetze und manchmal sogar Gold zu finden – also der ideale Ort um sein Glück als Abenteurer zu versuchen.
Dort, in den endlosen Weiten der Prärie, wurde zur Zeit der Pioniere die Viehzucht einer der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren. Dabei kamen die Cowboys ins Spiel, deren Aufgabe es war, die riesigen Rinderherden über die Prärie zu treiben. Doch der Cowboy wurde nach und nach überflüssig - Eisenbahn und kilometerlange Stacheldrahtzäune ersetzten die Viehtreiber. So verschwand der Cowboy zwar aus dem tatsächlichen Leben, aber noch lange nicht von der Bildfläche. Im Gegenteil – das Image des Cowboys wurde in zahlreichen Büchern und Filmen wieder aufgegriffen und führte zu mehr Ruhm, als jeder echte Cowboy je hätte erreichen können.
Die passende Kleidung für den City-Cowboy darf nicht fehlen
Der Cowboy wurde zum Sinnbild dieser Zeit. Und damit auch die klassische
Westernkleidung. Das Hemd, die Lederhose, die Cowboystiefel – und natürlich der nicht wegdenkbare Cowboyhut, der von jedem echten Cowboy lässig auf dem Kopf getragen wird – genau so muss jeder echte Cowboy aussehen. Bei uns in Deutschland wurden dieses Bild des Cowboys vor allem durch Filme wie Spiel mir das Lied vom Tod, Winnetou oder die Fernsehserie Bonanza berühmt. Auch aus den Comics Lucky Luke kennt man das Image des lässigen, coolen Cowboys.

Natürlich wurde in diesen ganzen Cowboygeschichten alles ein wenig romantisch dargestellt. So gibt es viel Klischees und Mythen über den Wilden Westen, die wohl mehr in den zahlreichen Filmen und geschriebenen Geschichten existierten als in Wirklichkeit. Ob die berühmten Bankräuber Jesse James oder
Billy the Kid, deren Charaktere in vielen Filmen immer wieder auftauchten, genau so gelebt haben wie es in den Geschichten steht, das weiß niemand so genau.
Auch wenn die große Zeit des Westerngenres in Film, Fernsehen und Büchern vorbei sein mag – in der Mode lebt sie wieder. So wie es damals die Cowboys in der Prärie gab, gibt es sie heute in den Städten. Die Stadtcowboys und Cowgirls jagen heutzutage natürlich nicht mehr den Kühen hinterher, sondern sind stets auf der Suche nach dem pulsierenden Stadtleben und vor allem dem Nachtleben - immer auf der Jagd nach Abenteuer und Herausforderungen. Denn das haben die modernen Cowboys mit den historischen gemeinsam – sie sind selbstbewusst, tun was sie wollen und sind immer bereit für ein Abenteuer.
Foto "Cowboy": © Alanpoulson | Dreamstime.com
Foto "Cowgirl: © Nikolay Klimenko | Dreamstime.com