Schon zu Lebzeiten nannte man ihn den „King of Cool“ und da momentan ja die Mode aus den 60ern und 70ern wieder schwer angesagt ist, verwundert es wohl niemanden, dass der „McQueen Style“ derzeit total angesagt ist. Auch 31 Jahre nach seinem Tod ist er immer noch stilprägend. Zwar wäre der Schauspieler vermutlich nie selbst über einen Laufsteg geschlendert, doch was die Designer in den letzten Jahren auf den großen Fashion-Shows präsentierten, sah teilweise sehr stark nach Steve McQueen aus.
Leger und verwegen
Sein Stil lässt sich schwerlich auf ein paar wenige Elemente herunterbrechen. Es gibt Fotographien, auf denen McQueen ganz leger auf seiner Ranch zu sehen ist. Hier trug er nur das, was er auch wirklich tragen wollte. Ein offenes Hemd über nacktem Oberkörper und dazu perfekt geschnittene Jeans mit Stiefeln oder Turnschuhen. Lichtete man ihn in einem urbaneren Umfeld ab, trug er meist klassische Anzüge mit britischer Note. Oft trug er Tweedanzüge mit Unterweste, in der seine Taschenuhr Platz fand. Schien die Sonne, hatte er stets seine Sonnenbrille auf, die an dem Spitznamen „King of Cool“ sicherlich nicht ganz unschuldig ist.
Die meisten seiner Fans erinnern sich allerdings vornehmlich an seine draufgängerischen Outfits. Die Leder- oder Fliegerjacke mit passender Sonnenbrille, seine Motorradkluft oder die Rennfahrermontur nebst Halskrause.
Nun gibt es sogar Modelabel, die dem einstigen Hollywood-Superstar ganze Kollektionen gewidmet haben. Und wer nun meint, ebenjene würden allein aus Kleidungsstücken bestehen, der irrt sich gewaltig: In Anlehnung an McQueens Hobbys stehen sogar Motorräder mit personalisiertem Steve McQueen Design zum Verkauf und natürlich gibt es auch die passenden Sonnenbrillen dazu. Die
Gürtel, die mit Eisenbeschlägen stark an die 70er Jahre erinnern, feierten ohnehin gerade ihr Comeback. Übrigens ist es nicht das erste Mal, dass die Modebranche sich McQueen zum Vorbild nimmt! Schon in den späten 80er Jahren erinnerten die Shirts und Jacken irgendwie an den Stil, den der Schauspieler kurz vor seinem Tod noch prägte.
Die Rückkehr des Maskulinen
Der kernige Draufgänger, der im kollektiven Gedächtnis der Weltbevölkerung als Cowboy und Rennfahrer haften bleibt, war kompromisslos maskulin. Ein alter Spruch in der Modewelt lautet: Es gibt Männer, die können alles tragen und sehen trotzdem widerspruchslos gut aus. Dass er es im Leben nicht immer einfach hatte, konnte man dem Mimen am Gesicht ablesen. Er wuchs in recht zerrütteten Verhältnissen auf und das Verhältnis zu seiner alkoholabhängigen Mutter war nicht immer einfach. Seinen Vater, einen Stuntpiloten, dem er vielleicht auch ein wenig nacheiferte, lernte er nie kennen. Er schloss sich als Jugendlicher kriminellen Banden an, lebte in einem Heim für schwer erziehbare Kinder, ging schließlich zum Militär und wurde danach Schauspieler.